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Pixelio/S. Hofschläger


Manchmal sind es die Zufälle im Leben, die ein Thema von außen anstoßen. ”Sich entschuldigen” und in der Folge die Bitte um “Verzeihung” war in den vergangenen Tagen solch ein Thema. “Was tun, wenn die Zeit knapp wird”, die Titelgeschichte des Magazin Chrismon, hat diese Gedanken verstärkt. 
Wenn es wie im Straßenverkehr ein “Punktekonto” für Kränkungen und Verletzungen gäbe,  wie hoch wäre der persönliche Kontostand? Welche Menschen haben sich verletzt oder gekränkt gefühlt, durch Dinge, die wir gesagt oder getan, verschwiegen oder unterlassen haben? Bedrückt uns dies im Verborgenen oder sogar ganz bewusst? Bilanz zu ziehen, kann sehr befreiend wirken. (Hier sind alltägliche Kränkungen und Verletzungen gemeint, schwere Schuld ist in meinen Augen ein anderes Thema.)

Ist der Prozess des Sich-Entschuldigens abhängig von der Vergebung des Gegenübers? Oder geht es vielmehr darum, die eigene Verantwortung für eine Situation zu übernehmen, die ein anderer als kränkend oder verletzend erlebt hat? Oft sind wir ja selbst aus unserer Mitte, wenn wir eine verbale Keule auspacken und/oder vehement reagieren. Beides - der Rückzug ins Kränken und Verletzen sowie ins Gekränkt- und Verletzt-Sein - ist das Ende des Dialogs und Ausdruck eines Machtkampfes, in dem immer beide verlieren.  

Meiner Erfahrung nach hat bereits das Formulieren einer -ernst gemeinten- Entschuldigung eine befreiende Wirkung. Ob unser Gegenüber uns verzeiht, ist dabei unabhängig von uns und unserem Einfluss. Verzeihen setzt immer auch das Verlassen des ”Opfermodus” beim Gekränkten voraus. Beide haben die betreffende Situation ja mitgestaltet, in den klassischen “Täter”-”Opfer”-Szenarien gerät dies schnell aus dem Blick. Interessant ist, sich den eigenen Anteil näher anzusehen.

Wie hoch ist Ihr Punktekonto?
Gibt es Menschen, bei denen Sie sich gerne entschuldigen würden?
Wie hoch ist der Preis, welches Risiko gehen Sie ein, wenn Sie die Hand austrecken und “Verzeih mir” sagen?
Gibt es auch bei Ihnen einen Menschen, auf den Sie gleich heute zugehen können, um sich zu entschuldigen?
Was macht es schwer?
Was hält Sie zurück?
Was können Sie verlieren, was gewinnen?

Die Fähigkeit anderen zu verzeihen steht meiner Erfahrung nach im direkten Zusammenhang mit der Fähigkeit, sich selbst zu vergeben. Auch wenn Sie mit einer Entschuldigung vielleicht ins Leere laufen - sie ist wertvoll, weil sie den Machtkampf beendet…

Herzliche Grüße und eine schöne Woche

Sandra Heinzelmann 

Pixelio/Simon Schwarze


Da ich mir selbst die Freiheit eingeräumt habe, immer dann zu bloggen, wenn es zeitlich und gefühlsmäßig passt, ist heute nach einer Pause wieder so ein Tag. In den letzten Wochen sind mir einige Menschen begegnet, die starke Visionen haben. Visionen, die sie als Lebensmotor antreiben und motivieren. In einem Falle finde ich es besonders spannend, dass das Ziel dieses Menschen mit ihm selbst und seinem Herzenswunsch zu tun hat. Seine Vision ist, den Weg zu seinem persönlichen Ziel auch anderen zugänglich zu machen. Dabei nährt die Vision das eigene Ziel und umgekehrt. Vielleicht liegt es genau an dieser Interdependenz, dass der Visionär selbst eine große Aus-Strahlung hat. Mir persönlich gefällt der Vergleich, dass unsere Visionen die Leitssterne in unserem Leben sind, die uns Wege zu einzelnen Zielen unterwegs beleuchten.

Kennen Sie Ihre Vision? Haben Sie sich gefragt, was genau Sie in Ihrem Leben antreibt? Wenn ich Sie frage, welche Werte die ersten drei Plätze Ihrer persönlichen Werte-Hierarchie belegen, haben Sie dann darauf eine Antwort? Wenn ich Sie nach Ihren Zielen für den Monat März frage, wissen Sie diese? Oder für das Jahr 2008? Für die nächsten fünf Jahre? Für den Rest Ihres Lebens?

Ich persönlich arbeite mit einem Tool namens “Kopfkino”. Darin sind meine Visionen und Ziele sichtbar. Das Spannende ist, dass diese dynamisch sind und sich beim häufigen Betrachten erst in meinem Kopf und dann auf dem Bildschirm verändern. Einige Sequenzen aus diesem Film haben sich bereits verwirklicht. Anhänger des “Law of Attraction” (LOA) würden sagen: “materialisiert”. Plötzlich geschahen sehr merkwürdige Zufälle, die genau zu dieser Realisierung führten. Ich beobachte gerade solche Phänomene mit großer Neugier und Faszination.

Ich wünsche Ihnen viel Freude beim Entwickeln und Verwirklichen Ihrer Träume, Ziele und Visionen.

Herzlich
Sandra Heinzelmann

GrenZen

Stachelige Grenzen

Grenzen, für viele von uns sind sie ein Thema, das mit Unsicherheiten und Gefühlen wie Angst, Wut, Kränkung und Schmerz besetzt ist. Wir haben das Bedürfnis, uns (friedvoll oder energisch) abzugrenzen und wissen gleichzeitig, dass Grenzen trennen und blockieren. Dass Zen Teil des Wortes ist, mag als Einladung Gedanken zum eigenen Umgang mit Grenzen anstoßen. “Das Leben zu leben in seiner ganzen Fülle” findet sich bei Wikipedia unter dem Begriff Zen. Zur Fülle gehört auch die Fülle an Energien und Erscheinungsformen, die in diesem Thema Grenzen steckt. Oft geht es ja im Grunde um den Raum, den wir für uns selbst brauchen und die Frage, wieviel davon wir uns selbst zugestehen. Wertvoll ist, die Dimensionen des Bedürfnisses nach Abgrenzung besser zu verstehen und in einem ersten Schritt als Realität anzunehmen.

Ein Beispiel aus der Praxis: Ein Klient hat Schwierigkeiten in seiner frisch gestarteten Selbstständigkeit. Sein Thema bringt er selbst in einem Wort auf den Punkt: ”Selbstwert?!”. Dies zeige sich, so die Erkenntnis des Freiberuflers, in seiner mangelnden Fähigkeit, sich abzugrenzen. Als Jurist ist er in einem Geschäftsfeld tätig, mit dem viele Menschen zu tun haben. Immer wieder fragen ihn Bekannte oder Netzwerkkontakte in eigener Sache nach Unterstützung, Tipps und Rat. Kostenlos. Er gibt diese, fühlt sich dabei jedoch dazu gezwungen und irgendwie ausgenutzt. Beim näheren Hinsehen stellt der Klient fest, dass dieses Thema mehrere Dimensionen für ihn hat und auch verschiedene, starke Gefühle auslöst. Aufgedröselt sind das für ihn: die Wut darüber, dass seine (Dienst)Leistung für lau erwartet wird. Das erlebt er sichtlich echauffiert: “Ich muss doch auch von etwas leben!” Existenzängste sind Teil dieser als heftig erlebten Emotion. Gleichzeitig fühlt er sich gekränkt, weil er es als fehlende Wert-Schätzung interpretiert. Eine weitere Angst spielt in seinem emotionalen Cocktail eine Rolle, weil er befürchtet, durch ein “nein” vielleicht potenzielle Mandanten zu vergraulen. Da hört er eine Stimme aus seinem Inneren: “Stell dich nicht so an. Der Markt ist heute so! Man muss erst einmal ganz viel geben, dann kommen auch die Aufträge!” Schuld ist ebenfalls eine diffuse Emotion: “X hat große Probleme, da muss ich doch helfen… Er ist ja ein guter Bekannter.”

Der Anwalt erarbeitet sich in der Folge eine persönliche und bewusste Strategie, wie er künftig mit solchen Anfragen umgeht. Das Wahrnehmen der verschiedenen Gefühle wirkt unterstützend. Von der “Grenze” nähert er sich gedanklich und in seinem Handeln dem Raum, den er selbst braucht und der sich für ihn gut anfühlt. Damit verändert sich im Laufe der Zeit auch seine Haltung. Sein entspannterer Umgang mit “Du-ich-hab-da-mal-eine-juristische-Frage” bringt ihm mehrere Folgemandate. Aus einem ursprünglichen “Ich muss mich abgrenzen” wird: “Ich brauche mehr (Entscheidungsspiel)Raum…”

Welche Erfahrung haben Sie mit dem Thema Grenzen?

Neuer Blog

Ich habe ihn gerade erst entdeckt, den Blog von Johannes Thönneßen. Das Schmökern darin hat mir viel Spaß gemacht und daher empfehle ich ihn meinen geneigten Leserinnen und Lesern sehr gerne weiter.

Derzeit fröne ich rund um die Uhr meiner Leidenschaft des Schreibens, allerdings: zu Zwecken des Broterwerbs. Daher war es hier auch etwas ruhiger. (Für meinen beobachtenden Skeptiker, sofern er noch hier vorbeischaut, “ja, ich bleibe weiterhin am Ball, dann, wenn es sich richtig und gut anfühlt ;-) )

Gestern habe ich ein Interview gemacht mit einer 14-jährigen, die quasi über Nacht bekannt geworden ist. Das hat mir viel Spaß gemacht, weil sie auf mich so geerdet und fröhlich gewirkt hat. Vor oder hinter jeder Antwort kamen immer wieder herzliche Lacher. Freude am eigenen Tun, die auf andere überspringt… Ich wünsche mir für diese junge Künstlerin, dass sie sich diese (von mir so empfundene) Frische und Authentizität auch im Show-Business bewahren kann.




Dass Coaching eine erklärungsbedürftige Dienstleistung ist, erlebe ich immer wieder in Gesprächen. Zum einen liegt es daran, dass sich viele Menschen “Coach” nennen, auch Trainer und Berater der unterschiedlichsten Fachgebiete. Zum anderen gibt es einige Irrtümer. Mit diesen befasst sich meine neue Slide-Show.

Viel Spaß beim Ansehen. 

Auuuufwachen!

Derzeit probiere ich mit großem Spaß eine neue Form des “Get the word out” im Internet aus. Und da ich mir immer gewünscht habe, dass das Charity-Buch “Tonia und die Zauberwarze” noch mehr (kleine) Leser/innen hat, damit auch mehr Spenden für Unsere Kleinen Brüder und Schwestern e.V. zusammenkommen…

Wenn Sie Lust haben, diese Buchaktion bekannter zu machen, freue ich mich sehr. 5 Euro gehen bei Verlagdirektbestellungen pro Buch an die dzi-geprüfte Kinderhilfsorganisation. 

-) gesundes Neues

Auf vielfachen Wunsch… hier die Powerpoint-Präsentation auf Deutsch zum Download. Als kleines Neujahrsgeschenk für meine Besucherinnen und Besucher.

Do you prefer the English version, this project was inspired by an English powerpoint presentation… here you go :-)

Ich wünsche meinen Besucherinnen und Besuchern
Frohe Weihnachten und besinnliche Feiertage.
 

Gute Wünsche (c) Sandra Heinzelmann

Fünf Prozent von ca. 10.000 Business-Buchtiteln schaffen es jährlich in die Online-Bibliothek von getAbstract. “Regie im eigenen Leben?!” ist dort als eines der lesenswerten Bücher 2007 gerade in der Kategorie Selbstmanagement online gegangen. Für Stil und Umsetzbarkeit vergab die Redaktion je 7 von 10 Punkten. 

Auch erste Rückmeldungen von Leserinnen und Lesern gibt es bereits. Der eine oder andere Ruck hat, wie ich lesen durfte, auch schon zu sichtbaren Ergebnissen im Alltag geführt. Gerade diese direkte Anwendbarkeit und Umsetzbarkeit der Regieanalogie macht offensichtlich einiges möglich. Am meisten freut mich an den Feedbacks, dass mein Buch als Einladung, Anregung und Inspiration verstanden wird. Genau das war meine Absicht beim Schreiben, getreu dem Motto “Ratschläge sind auch Schläge” und die sind für die meisten Menschen gut und gerne verzichtbar.

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