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Wortspiele, Sprachwitz und herzliches Lachen – jeden Tag nutze ich wenigstens kurz, um mit dieser Absicht zwischen meinen Gehirnhälften hin- und herzuswitchen… Manchmal begebe ich mich auf Plattformen wie youtube…

Manchmal schreibe ich auch einfach mit anderen Menschen mehr oder weniger Sinn-Volles in einem Forum. Ich liebe Sprache, vor allem und gerade das Spiel mit ihr. Dieser Spaß verbindet ebenso wie das gemeinsame Lachen.

Fasziniert hat mich die Erkenntnis der Hirnforschung, dass wir Probleme in einem anderen Teil unseres Gehirns “beackern” als Lösungen. Dass die Denk-Weise eine wichtige Rolle spielt, wusste schon Einstein, der sagte: “Probleme kann man nie mit derselben Denkweise lösen, durch die sie entstanden sind.”

In Grübelmomenten kommt bei mir schnell der Impuls: Geh ins Lösungszentrum! Das stelle ich mir tatsächlich wie eine kleine Wanderung durch die Gänge der Gehirnwindungen vor ;-) . Ein Bild, das mich mobilisiert und in Gang setzt. Das tägliche Brain-Walking in Sachen Spaß und Humor, ist ein bewusster Ausflug, ja, eine Art Denksport. Und Lachen löst auch.

Worüber haben Sie heute gelacht? Ich wünsche Ihnen viele schöne Gründe und Anlässe.

Herzlich

Sandra Heinzelmann

Kennen Sie das auch? Einen Menschen oder eine Situation falsch eingeschätzt zu haben, setzt  einen Prozess der inneren Selbstschelte in Gang: “Wie konntest du denn nur…?!” oder “Du warst ja so dumm!” Noch schlimmer ist es für viele Menschen, wenn sie ja “eigentlich” eine innere Stimme aus ihrem Bauch gehört hatten, diese aber lieber wegschieben wollten. Meistens war dann ein anderes Bedürfnis stärker.

Wenn ich mir Vorwürfe mache, stoppe ich mich meistens schnell wieder. Der Grund: Mir geht es ja schon schlecht, weil ich eine negative Erfahrung  gemacht habe. Da ist Trost oder Aufmunterung viel hilfreicher. Genau so, wie wir uns selbst schimpfen oder sogar bestrafen, können wir auch das Alternativprogramm wählen und uns – bildlich gesprochen – selbst in den Arm nehmen.

Ich habe die Erfahrung gemacht, dass es gerade beim Thema Vertrauensbruch um eine Spiegelung geht. Wenn ich mit Lüge oder Unaufrichtigkeit konfrontiert bin, ist die Lernchance in meinen Augen: sei ehrlich und aufrichtig zu dir selbst. Höre auf dein Bauchgefühl und beherzige es. Wenn du diese innere Stimme lieber leise drehen willst, sei dir dessen bewusst. Frage dich: Was wünsche ich mir jetzt so sehr, dass ich bereit bin, mich selbst zu belügen und zu verraten? So gesehen sind auch Fehler Chancen. Wenn wir uns für das sensibilisieren, was uns davon abhält, uns selbst treu zu sein und uns selbst zu vertrauen.

Die Frage nach der Spiegelung einer Situation oder eines Menschen finde ich persönlich interessant und lehrreich. Meine Wahrnehmung ist, dass es immer etwas mit uns selbst zu tun hat,  und dass wir so jedes Thema drehen können, das Schmerz, Enttäuschung oder Ärger in uns auslöst… Das ist das Ende vom “Opfer”-Dasein. Der erste Schritt auch, um sich selbst den Fehler zu verzeihen.

Haben Sie schon einmal einem Menschen Vertrauen geschenkt, der dieses dann enttäuscht hat? Hatten Sie auch ein komisches Bauchgefühl? Denn meistens zeigen Menschen ja deutlich, ob und wie vertraulich sie mit Informationen umgehen. Wir müssen ihnen nur zuhören, wenn sie über andere sprechen.

Ich habe gerade gelernt, dass ich mir und meinem Bauchgefühl vertrauen kann. Eine Erfahrung, die eigentlich ein “Fehler” war, hat mir gezeigt, dass ich Unaufrichtigkeit wahrgenommen hatte. Dass ich mich entschieden hatte, mir nicht zu vertrauen, hat diese Erfahrung erst möglich gemacht. Letztlich war der Fehler eine Bauchgefühlsbestäigungsaktion ;-) .

Ist das Schönreden? Für mich ist es einfach eine Sichtweise, die das Verzeihen leichter macht.

Herzlich

Sandra Heinzelmann

Gestern, während draußen dichtes Schneegestöber herrschte, sah ich drinnen etwas an meiner Fensterscheibe, das mich sehr gefreut hat: einen lebendigen Marienkäfer mitten im Januar! Für mich zählt so etwas zu den kleinen Wundern des Alltags. Viele Menschen nennen es wahrscheinlich “Zufall”. Ich nenne es für mich Alltagsmagie.

Ich mag Marienkäfer sehr – wie viele Menschen. Zu Silvester hatte ich mir am 31. Dezember 2009 im KaDeWe für das Jahr 2010 einen aus Metall gekauft ;-) Zwei Wochen später: der echte, lebendige in meiner Wohnung an der Fensterscheibe… Der Marienkäfer gilt seit dem Mittelalter als Glücksbringer. Damals war er der Gottesmutter Maria geweiht worden, die ihm auch seinen Namen gab.

Was war Ihr letztes Wunder des Alltags? Das Schöne: Wir definieren ja selbst und für uns allein, was ein magischer oder wundervoller Moment ist…

Herzlich

Sandra Heinzelmann

Was genau ist eigentlich: Erfolg? Wann fühlen wir uns erfolg-reich? Mit dieser Frage beschäftige ich mich beruflich, in der Arbeit mit meinen Klienten, ebenso wie als Privatperson. Für mich persönlich ist das in manchen Bereichen auch eng verknüpft mit dem Thema Demut – und der Fähigkeit loszulassen.

Ein Beispiel: mein Herzensprojekt, ein humanitäres Kinderbuch, dessen Erlöse alle an eine Kinderhilfsorganisation gehen. Zwei Jahre hat es gedauert, bis ich einen Verlag gefunden hatte, der dieses Projekt und seinen Spendengedanken mitträgt. Auf vielen Umwegen fand ich ihn schließlich: den Iatros-Verlag mit seiner eigenen Buchreihe „Hilfe, Helfer und Projekte“. Ein Erfolg? Ein Erfolg – er folgte: unzähligen Mails, Telefonaten, Netzwerkgesprächen. Die ganze Zeit war mein Motor: die tiefe Gewissheit, dass es diesen Verlag gibt.

Die Vision, ein Buch für Kinder im doppelten Wortsinne „in die Welt zu bringen“, hat sich erfüllt. In der Geschichte geht es um die Gleichgültigkeit und wie wichtig es ist, ihr zu begegnen und ihr kraftvoll etwas entgegenzusetzen. Ein Thema, das zeitlos ist oder sogar an Brisanz gewinnt. Wie aber bemisst sich nun der Erfolg eines solchen Projektes? Ist er an Zahlen gekoppelt? An die Summe der gespendeten Erlöse? Oder gibt es auch andere Faktoren?

Mehrere Kinder, die den Roman gelesen hatten, schrieben von alleine eine Buchrezension. Ganz von selbst, ohne dass ihnen jemand diese Aufgabe gegeben hatte. Das erfuhr ich von einigen Eltern. Ich war sprachlos und, ja, gerührt. Ich bekam sehr positive Feedbacks von Eltern, die das Buch vorgelesen hatten. Ein achtjähriges Mädchen wünschte sich zu Weihnachten 2009 von seinem Vater “noch ein Buch von Sandra“. Der Vater sagte seiner Tochter, dass es nur noch ein Buch für Erwachsene gäbe. Sie antwortete, das sei ihr egal, sie wünsche sich das zu Weihnachten und er solle es ihr dann eben auch wieder vorlesen. Heute ist das Buch bei Iatros auf Platz 1 der Online-Verkaufsliste Kinder- und Jugendbuch.

Demut bedeutet in diesem Moment für mich, anzunehmen, was aus diesem Buchprojekt wurde (wird) und darauf zu vertrauen, dass es seine Bestimmung erfüllt. Vielleicht ist es sogar eine Bestimmung, die ich niemals (er)kennen werde. Vielleicht findet ein Kind einen Gedanken oder eine Idee in der Geschichte, die es begleiten, trösten oder ihm Mut machen. Mich bringt gerade dieses Herzensprojekt immer wieder einmal zum Nachdenken, was genau für mich Erfolg ist.

Welches Projekt oder Thema in Ihrem Leben wirft bei Ihnen die Frage nach Erfolg-Misserfolg auf? Was sind dabei Erfolgskriterien für Sie? Die gibt es ja immer auch. Und wenn es “nur” das Zu-Ende-Bringen eines Projektes ist…

Herzlich

Sandra Heinzelmann

Fragen?

Fragen sind besonders wertvoll, weil sie bereits Schlüssel für Antworten enthalten. Die Art, wie Sie in einem Thema oder Problem Ihre Frage formulieren, zeigt oftmals, worauf Sie das Augenmerk legen und was Sie besonders beschäftigt.

Nehmen wir an, Sie wollen sich beruflich verändern. Welche Frage ist dabei für Sie am dringlichsten? Ist es vielleicht: „Wann finde ich eine neue Arbeit?“? Hier rückt der Zeitpunkt in den Fokus. Das kann bedeuten, dass Ihr Leidensdruck gerade sehr hoch ist und Sie sich eine schnelle, zeitnahe Lösung wünschen. Vielleicht haben Sie Ihren Job verloren oder Sie arbeiten in einem Umfeld oder in einer Tätigkeit, die Sie sehr unglücklich machen. Ihre Frageformulierung kann weitere, lösungsorientierte Fragen nach sich ziehen wie: Was machen Sie gerade und aktuell, um eine neue Arbeit zu finden? Haben Sie Ihre Bewerbungsunterlagen schon optimal und auf dem neuesten Stand? Es kann auch bedeuten, dass Sie bereit sind, eine Interimslösung, also eine vorübergehende Lösung zu akzeptieren, weil Sie einfach schnellstmöglich aus Ihrer momentanen Situation herauswollen. Und alles ist besser als das, was im Moment ist.

Oder Sie sind Single und wünschen sich einen neuen Partner, eine neue Partnerin an Ihrer Seite. Vielleicht fragen Sie: „Warum finde ich keinen Partner?“ Diese Frage konzentriert sich auf Sie selbst und es schwingt zwischen den Zeilen mit, dass Sie etwas falsch machen. „Warum“-Fragen kreisen meistens um das Problem. Oder Sie fragen sich lösungsorientiert: „Was kann ich tun, um einen passenden Partner kennen zu lernen?“ Dann konzentrieren Sie sich in der Folge auf Ihre Aktivität(en) und auch das „passend“ verdient eine nähere Beschäftigung damit, was für Sie passend bedeutet.

Auch die Frage: „Was waren meine schönen, wertvollen Momente heute?“ (siehe Blogbeitrag Lebenszeit-Millionäre) transportiert viel zwischen den Zeilen. Sie geht davon aus, dass jeder Tag solche Momente bietet, jeder. Die Frage lehrt uns, achtsam zu sein und auch unsere Definition von Glücklichsein zu beachten oder sogar zu hinterfragen.

Welche Frage stellen Sie sich heute?

Herzlich
Sandra Heinzelmann

Schöne Momente bewusst zu machen – das ist etwas, das ich mir und meinem Jahr 2010 versprochen habe. Ein Versprechen vieler schöner Augenblicke. Das kleine Buch mit Sonnenblumen ist meine “Truhe” für die alltäglichen Schätze und Reichtümer.

Manche erkenne ich schon beim Erleben… andere zeigen sich in der Rückschau des Tages. Eine Übung der Achtsamkeit für sehr persönliche Definitionen vom Glücklichsein. Und die lassen sich verändern und bewusst gestalten.

Es stehen ganz unterschiedliche Augenblicke dieses noch jungen 2010 in meinem Buch. Da gab es ein zweistündiges Telefonat, in dem ich so viel gelacht habe, dass ich mein ganzes Gesicht spüren konnte… ein wunderschöner Spaziergang im Schnee…  das empathische Zuhören einer lieben Freundin… ein schönes Bad… das Feedback einer Kollegin, über das ich mich sehr gefreut habe… der Genuss von Bitterschokolade… eine CD, die ich immer wieder gehört habe, weil sie mich mit ihrer Musik und den Texten sehr berührt…

Dieses Ritual, in das Buch zu schreiben, ist wie eine tägliche Glücksbilanz. Wir alle sind ja Lebenszeitmillionäre, denn ein Jahr hat mehr als 500.000 Minuten. Genau daraus besteht unser Da-Sein: aus vielen Sekunden, die sich zu Minuten und einem ganzen Leben subsummieren. Reichtum. Millionen. Jedes Lachen, jeder Glücksmoment vermehrt ihren Wert

Vielleicht ist diese tägliche Übung auch etwas für Sie? Fragen Sie sich doch heute Abend beim Zubettgehen, was Ihre schönen Augenblicke des Mittwoch, 13. Januar 2010 waren.

Einen schönen Tag wünscht

Sandra Heinzelmann

Erinnerungen…

Manchmal sind Erinnerungen an Menschen für mich wie “Türklopfer”… Sie klopfen an unser Bewusstsein und erzählen uns wieder etwas über die Bewohner unseres “Seelenhauses”. Ich denke oft an meinen Lehrer Sigfried Schlund, den ich als Schülerin des Gymnasiums in der Unterstufe in Deutsch, Geschichte und Latein hatte.

Sigfried Schlund lebte mit einer schweren Körperbehinderung. Er war Lehrer mit Herz, Leib und Seele. Er hat uns Kinder immer mit großem Respekt behandelt. Was mich am meisten an diesem Mann fasziniert hat, war seine mitfühlende Art. Er verstand es, Kinder zu trösten und ihnen neue Blickwinkel, Aspekte zu zeigen.

Welcher Mensch hat Sie in Ihrem Leben so beeindruckt, dass Sie sich immer an ihn erinnern werden, solange Sie leben? Diese Frage ist spannend, nicht wahr?

Herzlich mit besten Wünschen für 2010

Sandra Heinzelmann

Pixelio/S. Hofschläger


Manchmal sind es die Zufälle im Leben, die ein Thema von außen anstoßen. ”Sich entschuldigen” und in der Folge die Bitte um “Verzeihung” war in den vergangenen Tagen solch ein Thema. “Was tun, wenn die Zeit knapp wird”, die Titelgeschichte des Magazin Chrismon, hat diese Gedanken verstärkt. 
Wenn es wie im Straßenverkehr ein “Punktekonto” für Kränkungen und Verletzungen gäbe,  wie hoch wäre der persönliche Kontostand? Welche Menschen haben sich verletzt oder gekränkt gefühlt, durch Dinge, die wir gesagt oder getan, verschwiegen oder unterlassen haben? Bedrückt uns dies im Verborgenen oder sogar ganz bewusst? Bilanz zu ziehen, kann sehr befreiend wirken. (Hier sind alltägliche Kränkungen und Verletzungen gemeint, schwere Schuld ist in meinen Augen ein anderes Thema.)

Ist der Prozess des Sich-Entschuldigens abhängig von der Vergebung des Gegenübers? Oder geht es vielmehr darum, die eigene Verantwortung für eine Situation zu übernehmen, die ein anderer als kränkend oder verletzend erlebt hat? Oft sind wir ja selbst aus unserer Mitte, wenn wir eine verbale Keule auspacken und/oder vehement reagieren. Beides – der Rückzug ins Kränken und Verletzen sowie ins Gekränkt- und Verletzt-Sein - ist das Ende des Dialogs und Ausdruck eines Machtkampfes, in dem immer beide verlieren.  

Meiner Erfahrung nach hat bereits das Formulieren einer -ernst gemeinten- Entschuldigung eine befreiende Wirkung. Ob unser Gegenüber uns verzeiht, ist dabei unabhängig von uns und unserem Einfluss. Verzeihen setzt immer auch das Verlassen des ”Opfermodus” beim Gekränkten voraus. Beide haben die betreffende Situation ja mitgestaltet, in den klassischen “Täter”-”Opfer”-Szenarien gerät dies schnell aus dem Blick. Interessant ist, sich den eigenen Anteil näher anzusehen.

Wie hoch ist Ihr Punktekonto?
Gibt es Menschen, bei denen Sie sich gerne entschuldigen würden?
Wie hoch ist der Preis, welches Risiko gehen Sie ein, wenn Sie die Hand austrecken und “Verzeih mir” sagen?
Gibt es auch bei Ihnen einen Menschen, auf den Sie gleich heute zugehen können, um sich zu entschuldigen?
Was macht es schwer?
Was hält Sie zurück?
Was können Sie verlieren, was gewinnen?

Die Fähigkeit anderen zu verzeihen steht meiner Erfahrung nach im direkten Zusammenhang mit der Fähigkeit, sich selbst zu vergeben. Auch wenn Sie mit einer Entschuldigung vielleicht ins Leere laufen - sie ist wertvoll, weil sie den Machtkampf beendet…

Herzliche Grüße und eine schöne Woche

Sandra Heinzelmann 

Pixelio/Simon Schwarze


Da ich mir selbst die Freiheit eingeräumt habe, immer dann zu bloggen, wenn es zeitlich und gefühlsmäßig passt, ist heute nach einer Pause wieder so ein Tag. In den letzten Wochen sind mir einige Menschen begegnet, die starke Visionen haben. Visionen, die sie als Lebensmotor antreiben und motivieren. In einem Falle finde ich es besonders spannend, dass das Ziel dieses Menschen mit ihm selbst und seinem Herzenswunsch zu tun hat. Seine Vision ist, den Weg zu seinem persönlichen Ziel auch anderen zugänglich zu machen. Dabei nährt die Vision das eigene Ziel und umgekehrt. Vielleicht liegt es genau an dieser Interdependenz, dass der Visionär selbst eine große Aus-Strahlung hat. Mir persönlich gefällt der Vergleich, dass unsere Visionen die Leitssterne in unserem Leben sind, die uns Wege zu einzelnen Zielen unterwegs beleuchten.

Kennen Sie Ihre Vision? Haben Sie sich gefragt, was genau Sie in Ihrem Leben antreibt? Wenn ich Sie frage, welche Werte die ersten drei Plätze Ihrer persönlichen Werte-Hierarchie belegen, haben Sie dann darauf eine Antwort? Wenn ich Sie nach Ihren Zielen für den Monat März frage, wissen Sie diese? Oder für das Jahr 2008? Für die nächsten fünf Jahre? Für den Rest Ihres Lebens?

Ich persönlich arbeite mit einem Tool namens “Kopfkino”. Darin sind meine Visionen und Ziele sichtbar. Das Spannende ist, dass diese dynamisch sind und sich beim häufigen Betrachten erst in meinem Kopf und dann auf dem Bildschirm verändern. Einige Sequenzen aus diesem Film haben sich bereits verwirklicht. Anhänger des “Law of Attraction” (LOA) würden sagen: “materialisiert”. Plötzlich geschahen sehr merkwürdige Zufälle, die genau zu dieser Realisierung führten. Ich beobachte gerade solche Phänomene mit großer Neugier und Faszination.

Ich wünsche Ihnen viel Freude beim Entwickeln und Verwirklichen Ihrer Träume, Ziele und Visionen.

Herzlich
Sandra Heinzelmann

GrenZen

Stachelige Grenzen

Grenzen, für viele von uns sind sie ein Thema, das mit Unsicherheiten und Gefühlen wie Angst, Wut, Kränkung und Schmerz besetzt ist. Wir haben das Bedürfnis, uns (friedvoll oder energisch) abzugrenzen und wissen gleichzeitig, dass Grenzen trennen und blockieren. Dass Zen Teil des Wortes ist, mag als Einladung Gedanken zum eigenen Umgang mit Grenzen anstoßen. “Das Leben zu leben in seiner ganzen Fülle” findet sich bei Wikipedia unter dem Begriff Zen. Zur Fülle gehört auch die Fülle an Energien und Erscheinungsformen, die in diesem Thema Grenzen steckt. Oft geht es ja im Grunde um den Raum, den wir für uns selbst brauchen und die Frage, wieviel davon wir uns selbst zugestehen. Wertvoll ist, die Dimensionen des Bedürfnisses nach Abgrenzung besser zu verstehen und in einem ersten Schritt als Realität anzunehmen.

Ein Beispiel aus der Praxis: Ein Klient hat Schwierigkeiten in seiner frisch gestarteten Selbstständigkeit. Sein Thema bringt er selbst in einem Wort auf den Punkt: ”Selbstwert?!”. Dies zeige sich, so die Erkenntnis des Freiberuflers, in seiner mangelnden Fähigkeit, sich abzugrenzen. Als Jurist ist er in einem Geschäftsfeld tätig, mit dem viele Menschen zu tun haben. Immer wieder fragen ihn Bekannte oder Netzwerkkontakte in eigener Sache nach Unterstützung, Tipps und Rat. Kostenlos. Er gibt diese, fühlt sich dabei jedoch dazu gezwungen und irgendwie ausgenutzt. Beim näheren Hinsehen stellt der Klient fest, dass dieses Thema mehrere Dimensionen für ihn hat und auch verschiedene, starke Gefühle auslöst. Aufgedröselt sind das für ihn: die Wut darüber, dass seine (Dienst)Leistung für lau erwartet wird. Das erlebt er sichtlich echauffiert: “Ich muss doch auch von etwas leben!” Existenzängste sind Teil dieser als heftig erlebten Emotion. Gleichzeitig fühlt er sich gekränkt, weil er es als fehlende Wert-Schätzung interpretiert. Eine weitere Angst spielt in seinem emotionalen Cocktail eine Rolle, weil er befürchtet, durch ein “nein” vielleicht potenzielle Mandanten zu vergraulen. Da hört er eine Stimme aus seinem Inneren: “Stell dich nicht so an. Der Markt ist heute so! Man muss erst einmal ganz viel geben, dann kommen auch die Aufträge!” Schuld ist ebenfalls eine diffuse Emotion: “X hat große Probleme, da muss ich doch helfen… Er ist ja ein guter Bekannter.”

Der Anwalt erarbeitet sich in der Folge eine persönliche und bewusste Strategie, wie er künftig mit solchen Anfragen umgeht. Das Wahrnehmen der verschiedenen Gefühle wirkt unterstützend. Von der “Grenze” nähert er sich gedanklich und in seinem Handeln dem Raum, den er selbst braucht und der sich für ihn gut anfühlt. Damit verändert sich im Laufe der Zeit auch seine Haltung. Sein entspannterer Umgang mit “Du-ich-hab-da-mal-eine-juristische-Frage” bringt ihm mehrere Folgemandate. Aus einem ursprünglichen “Ich muss mich abgrenzen” wird: “Ich brauche mehr (Entscheidungsspiel)Raum…”

Welche Erfahrung haben Sie mit dem Thema Grenzen?

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