
Besonders im Online-Coaching per E-Mail, Chat oder bei anonymen Coaching-Anfragen wie im mwonline-Coachingforum haben geschriebene Worte und die Art, einen Sachverhalt zu schildern, für mich großes Gewicht. In solchen Momenten kann es viel Sinn machen, sie tatsächlich auch einmal auf die Goldwaage zu legen und bewusst genau auf sich wirken zu lassen. Gerade wenn das so genannte Face-to-face-Coaching (von Angesicht zu Angesicht) durch moderne Kommunikationsmittel ersetzt wird, kann das genaue Betrachten der Worte und Botschaften interessante Hinweise auf das persönliche Erleben des/der Anfragenden geben. Besonders die Coaching-Anfrage einer jungen Journalistin ist mir im Gedächtnis geblieben. Sie beschrieb ihr Anliegen, die Herausforderung, als Mutter dreier kleiner Kinder berufstätig zu sein, in – wie ich fand – sehr eindringlichen Worten.
Im schriftlich basierten Coaching entfallen natürlich sämtliche nonverbalen Signale wie Ton, Mimik, Gestik oder Sprachgeschwindigkeit. Daher eignet sich diese Form der Beratung auch nur begrenzt für komplexe Themen und Fragestellungen, für manche ist Online-Coaching sogar ungeeignet. In jedem Falle kann ein Online-Coaching erste wertvolle Impulse geben. Schriftlich Anfragende lesen im mwonline-Formular: „Was ist Ihrer Meinung nach das größte Hindernis für eine gute Lösung?“ Wer diese Antwort für sich findet, hat damit schon einen möglichen Lösungsansatz.
Mich hat in Dave’s Kommentar das Bild von der Vergangenheit als “Sumpf“ zur heutigen Überlegung angeregt. Das wäre etwas, das ich in einem vertraulichen Coachingrahmen mit einem Klienten in jedem Falle näher beleuchten oder hinterfragen würde. Auch das: Goldwaage. Und potenziell wertvoll.
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Auch ein schönes Bild: „Den Sumpf auf die Goldwaage legen.“
Und damit der Sumpf nicht heruntertropft, kann man ihn in eine Worthülse stecken…