Gibt es eine Quelle-Versicherung? Eine, die mir garantiert, dass die Quelle an Ideen und Inspirationen immer sprudelt. Gibt es eine Garantie für Flow und Schaffensfreude? Dave hat sich in einem Kommentar gefragt, wie lange ich die Frequenz und Qualität der Beiträge noch durchhalte. (Danke für das darin verpackte Kompliment.)
Diese Frage finde ich interessant. Woher kommt Schaffensfreude? Was lässt einen Flow entstehen? Nach Mihaly Csikszentmihalyi (sprich: Tschik-sent-mihai) ist Flow der Zustand, “in dem Aufmerksamkeit, Motivation und die Umgebung in einer Art produktiven Harmonie zusammentreffen”. Csikszentmihalyi definiert es noch genauer (zitiert nach Wikipedia):
Wir sind der Aktivität gewachsen.
Wir sind fähig, uns auf unser Tun zu konzentrieren.
Die Aktivität hat deutliche Ziele.
Die Aktivität hat unmittelbare Rückmeldung.
Wir haben das Gefühl von Kontrolle über unsere Aktivität.
Unsere Sorgen um uns selbst verschwinden.
Unser Gefühl für Zeitabläufe ist verändert.
Die Tätigkeit hat ihr Ziel bei sich selbst.
Bin ich der Aktivität gewachsen?
Als ausgebildete Redakteurin der Deutschen Journalistenschule München und zertifizierter Business-Coach (NWA e.V. der Uni Osnabrück) sage ich: ja.
Bin ich fähig, mich auf mein Tun zu konzentrieren?
Wenn ich etwas mache, mache ich es in diesem Moment fokussiert, konsequent und ergebnisorientiert. Das bedeutet für mich ein Höchstmaß an Aufmerksamkeit und Konzentration.
Hat meine Aktivität deutliche Ziele?
Ja, sie hat mehrere Ziele. Ein Ziel ist, PR für eine Dienstleistung zu machen, die Menschen beim Lösen spezifischer Fragen auf gleicher Augenhöhe unterstützt. Der Blog dient außerdem dazu, mein Regie-Konzept und das Buch ”Regie im eigenen Leben?! 7 Strategien für effektvolles Selbst-Coaching” bekannter zu machen. Das Schreiben bietet zudem Gelegenheit zum Netzwerken, zum Austausch und zum Wecken des Interesses an meiner Dienstleistung.
Hat die Aktivität unmittelbare Rückmeldung?
Durch die Kommentarfunktion kommen unmittelbare Feedbacks, die mir oft neue Inspiration sind und Diskussionen anregen. Ich freue mich über das dialogische Web 2.0.
Habe ich das Gefühl von Kontrolle über meine Aktivität?
Ja, ich schreibe, wenn ich mir die Zeit dafür nehme und lasse es oder höre auf, wenn es sich wie “Zwang” anfühlt.
Verschwindet meine Sorge um mich selbst?
Wenn ich schreibe, entsteht ein Wir. Es ist ein Gefühl von Geben und Nehmen.
Ist mein Gefühl für Zeitabläufe verändert?
Ich vergesse vollkommen die Zeit, wenn ich mich im Rahmen meiner reservierten Zeitfenster dem Blog widme.
Hat die Tätigkeit ihr Ziel bei sich selbst?
Schreiben und Kommunikation sind das Ziel, das Geschriebene selbst ist der Weg dorthin. Jeder Buchstabe des Alphabets erzeugt somit für sich Flow.
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Nach dieser Definition bin ich also am besten dran, wenn ich meiner Quelle auch weiterhin vertraue – ganz ohne Versicherung. Der Flow entsteht von selbst.
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Aha.. „Flow“…
Ja, dieses Buch zählt zu meinen Lieblingsbüchern! Immer schön im Korridor zwischen Langeweile und Überforderung bleiben… *gg*
Aber zum Thema „Quelle-Versicherung“: Als Favicon für mein Blog habe ich nicht zufällig das YinYang-Symbol gewählt: Yin nährt Yang und umgekehrt. Nähre Deine Quelle, dann nährt sie dich!
Aber eine Frage habe ich doch noch:
Wie passen „reservierte Zeitfenster“ und „die Zeit vergessen“ bei Dir zusammen?
Mal rein hypothetisch gesprochen könnte ein Zeitfenster von 6:30 bis 8:30 Uhr sein… in zwei Stunden kann ich persönlich trefflich die Zeit vergessen
Hypothese schön und gut, aber was passiert, wenn Du um 10:30h merkst, dass Du seit vier Stunden, statt wie geplant seit zwei Stunden, die Zeit vergessen hast?