In der hawaiianischen Huna-Lehre gibt es das Prinzip namens Makia. Dieses Prinzip, eines von insgesamt sieben, besagt: „Energie folgt der Aufmerksamkeit“. Alles, was wir beachten, wächst.
Wir kommen im Berufsverkehr an eine rote Ampel. Wir sind in Hektik und genervt. Unser Körper reagiert „auf die rote Ampel“. Natürlich reagiert unser Körper allein auf unsere Gedanken, die wir zur roten Ampel haben. Wir könnten auch denken: „Schön, eine kurze Pause. Ich schaue mir die Menschen an, die über die Straße gehen…“ Oder: Ich atme tief ein und aus und stelle mir etwas Schönes vor. Sofort reagiert auch mein Körper anders. Es ist meine Haltung, die entscheidet.
Das klingt banal. Das hören und lesen wir oft: Sein im gegenwärtigen Moment, ihn annehmen, wie er eben gerade kommt. Und doch ist es ein Geheimnis der Gelassenheit und des Glücklich-Seins. Ich persönlich bin eher ungeduldig, eine „Macherin“. Einfach zu sein ohne zu tun ist für mich eine große Herausforderung. Ich beschäftige mich viel mit Büchern, in denen es um das Annehmen dessen geht, was nun einmal ist. Dorthin geht meine Aufmerksamkeit und somit meine Energie. Ich merke, dass die mentale Beschäftigung mit diesem Thema etwas verändert. Es ist ein Prozess, seine Gedanken(muster) zu verändern. Mir hilft dieser Satz „Energie folgt der Aufmerksamkeit“. Er hat für mich einen wertvollen Alltagspragmatismus. Auch das ist für mich “Regie im eigenen Leben”: die Entscheidung, ob, wann und wie lange ich meine Energie in Dinge und Gedanken über Dinge investiere, die in mir unangenehme Gefühle auslösen.
Und wohin lenken Sie heute Ihre Aufmerksamkeit? Entscheiden Sie sich, Ihre Energie in Empfindungen wie Ärger und/oder Ungeduld fließen zu lassen? Oder ziehen Sie es vor, andere Gefühle zu haben und wachsen zu lassen?
Mit einem herzlichen Makia
Sandra Heinzelmann



